Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen: 

Die zahnärztliche Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) dient der lokalen Ausschaltung der Schmerzempfindung im Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich. Durch sie können die notwendigen Behandlungen (wie z.B. Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen, Extraktionen, Operationen) in der Regel schmerzfrei durchgeführt werden. Überwiegend wird diese Körperregion vom Nervus Trigeminus (einem Hirnnerven) mit Gefühl versorgt. Um diesen zu betäuben, wird die Lokalanästhesielösung möglichst dicht an kleinere Nervenfasern (Infiltrationsanästhesie), in den Zahnhalteapperat und Kieferknochen (Intraligamentäre Anästhesie) oder in die Nähe eines der drei Hauptäste des Nerven (Leitungsanästhesie) platziert. Obwohl die Lokalanästhesie ein sicheres Verfahren zur Schmerzausschaltung ist, sind Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten der verwendeten Substanzen nicht unbedingt vermeidbar. Ferner kann es unter anderem zu folgenden Komplikationen kommen:

Sie stimmen zu, das Ihre Daten mit persönlichem Inhalt an die zahnärztliche Verrechnungstelle weiter gegeben werden, gemäß § 398 BGB.

Hämatome (Bluterguss):

Durch Verletzung kleiner Blutgefäße können Blutungen in das umgebene Gewebe eintreten. Bei Einblutungen in einen der Kaumuskeln infolge der Injektion kann es zu einer Behinderung der Mundöffnung und Schmerzen, in ganz seltenen Fällen auch zu Infektionen kommen. Sie sollten uns darüber informieren damit wir eine geeignete Behandlung einleiten können. In der Regel kommt es zu einer vollständigen Wiederherstellung der Funktion.

Nervschädigung:

Bei der Leitungsanästhesie im Unterkiefer, kann in sehr seltenen Fällen eine Irritation von Nervenfasern eintreten. Hierdurch sind vorübergehende bzw. dauerhafte Gefühlsstörungen möglich. Dies betrifft vor allem die Injektion im Unterkiefer, bei der die entsprechende Zungenhälfte oder Unterkiefer- oder Lippenregion betroffen sein kann. Eine spezielle Therapie gibt es derzeit nicht. Die spontane Heilung muss abgewartet werden. Sollte das Taubheitsgefühl nicht nach maximal 12 Stunden vollständig abgeklungen sein, informieren Sie uns umgehend.

Verkehrstüchtigkeit:

Infolge der örtlichen Betäubung und der zahnärztlichen Behandlung kann es zu einer Beeinträchtigung der Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit kommen. Diese ist primär nicht auf das Medikament, sondern vielmehr auf den Stress und die Angst im Rahmen der Behandlung sowie der lokalen Irritation zurückzuführen. Sie sollten daher während dieser Zeit nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Selbstverletzung:

Sollen außer dem behandelten Zahn auch die umgebenden Weichteile (z.B. Zunge, Wange, Lippe) betäubt sein, verzichten Sie bitte, solange dieser Zustand anhält, auf die Nahrungsaufnahme. Neben Bissverletzungen sind auch Verbrennungen und Erfrierungen möglich.

 

Bei jedem medizinischen Eingriff können Komplikationen auftreten. Vor jeder Operation z.B. Zahnentfernung, WSR, Exzession, KfO, Präperation eines Zahnes, Füllen eines Zahnes, Politur eines Zahnes, Zahnsteinentfernung, Bleaching, Airflow, ITN, Zahnschmuck u.s.w. sollten Nutzen und mögliche Risiken sorgfältig abgewogen werden .Obwohl sorgfältig und nach den Regeln der ärztlichen und zahnärztlichen Kunst gearbeitet wird, können Komplikationen auftreten. Ihr persönliches Risiko wird Ihnen Ihr Zahnarzt mündlich oder schriftlich erläutern. Allgemeine mögliche Komplikationen sind nach allen Eingriffen und bei allen Medikamenten möglich und können Schmerzen, Entzündungen, Nachblutungen, Heilungsstörungen und Schäden an angrenzenden Strukturen wie z.B. Nerven, Kieferhöhlen, Kiefergelenken, Nachbarzähnen, Blutergüsse oder Instrumentenbrüche sein. Auch allergische Reaktionen und Kreuzreaktionen mit persönlichen Medikamenten sind möglich.

Auch Ihre ganz persönlichen Medikamente sind eine Entscheidende Quelle von potentiellen Risiken. Sie sollten vor jedem Eingriff mit Ihrem Arzt über Ihre persönlichen Medikamente und potentielle Allergien sprechen, auch wenn es Ihnen noch so belanglos scheint !!! und Sie diese schon seit Jahren zu sich nehmen.